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Im britischen Hafen Liverpool werden bald Streiks den Container-Umschlagbetrieb zum Erliegen bringen.

Mehr als 500 Hafenarbeiter werden wegen eines »unzureichenden« Gehaltsangebots von 7% streiken. Nach Angeben der Gewerkschaft Unite würde das bei einer Inflation, die bis zum Jahresende 13% erreichen könnte, eine reale Lohnkürzung darstellen.

Die Streiks, deren Termine noch nicht feststehen, sollen den Containerhafen von Liverpool, einen der größten des Landes, »zum Stillstand bringen«. Auch die Wartungstechniker bei MDHC könnten wegen des gleichen Lohnangebots streiken. Die Abstimmung dazu läuft noch bis zum 24. August.

Streiks beider Arbeitnehmergruppen werden schwerwiegende Auswirkungen auf den Schiffs- und Straßenverkehr in Liverpool und Umgebung haben. In Großbritannien kommt es Ende des Monats zudem zu einem achttägigen Streik in Felixstowe, dem wichtigsen Containerhafen des Landes. dort werden mehr als 1.900 Beschäftigte wegen ihrer Löhne streiken.

Unite-Generalsekretärin Sharon Graham: »Was bei MDHC passiert, ist ein weiteres Beispiel dafür, warum die Arbeitnehmer in diesem Land genug haben. Wieder einmal weigert sich ein profitables Unternehmen, das von einem im Steuerparadies lebenden Milliardär kontrolliert wird, seinen Beschäftigten eine Lohnerhöhung zur Deckung der Lebenshaltungskosten zu gewähren. Unsere Mitglieder bei MDHC haben die volle Rückendeckung und Unterstützung von Unite bei diesen Streiks für eine faire Lohnerhöhung.«

Hafenbetreiber in Liverpool ist die zur Peel Ports Group gehörende MDHC. Mehrheitseigentümer der Peel-Gruppe ist der britische Tycoon John Whittaker. Der australische Investmentfonds Australian Super ist der zweitgrößte Investor der Gruppe.

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