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Das von der Europäischen Kommission und UK Research and Innovation (UKRI) kofinanzierte Projekt SafeNav (Safer Navigation) für die Sicherheit im Seeverkehr ist offiziell gestartet.

Das mit 8 Mio. € ausgestattete Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, den Weg für eine sicherere Brückennavigation von heute zu ebnen und gleichzeitig den Weg für die Welt von morgen mit Fernoperationen und autonomer Schifffahrt zu ebnen.

Zu den Partnern gehören Ladar Ltd (Vereinigtes Königreich), SAYFR (Norwegen), Offshore Monitoring (Zypern), die Naval Group-Tochter Sirehna (Frankreich) und Danaos Shipping (Griechenland) sowie Global Maritime Services (Vereinigtes Königreich) als Berater und Greenov-ITES (Frankreich). Zu den Forschungs- und Entwicklungsinstituten und Universitäten, die sich an der technischen Entwicklung von Algorithmen für SafeNav beteiligen, gehören das Interuniversitair Micro-Electronica Centrum (IMEC) in Belgien, die Universität Rijeka (UNIRI) in Kroatien und die Universität Genua (UNIGE) in Italien.

Ziel des Projekts ist es, eine Lösung zur Kollisionsvermeidung zu entwickeln und zu testen, die die Wahrscheinlichkeit von Kollisionen und Grundberührungen deutlich verringert und damit die Sicherheit der Navigation für bestehende Schiffe und die neue Generation von Schiffen, die für den Fernbetrieb und die autonome Schifffahrt in der Zukunft ausgelegt sind, erhöht, sagte der Erfinder von SafeNav, Kapitän Jorgen Grindevoll.

»Mit der Unterstützung eines starken Konsortiums werden die nächsten Jahre voller dynamischer Zusammenarbeit und praktischer Forschung und Entwicklung sein, um das Problem der Navigationsunfälle auf See mit einer innovativen digitalen Lösung anzugehen«, betonte Lance Savaria, Leiter der Projektabteilung der Offshore Monitoring Ltd (OSM), die das Management, die Koordination und die gesamte technische Entwicklung des dreijährigen Projekts beaufsichtigen wird.

Das System wird aus einem Modul zur automatischen Kollisionsverhütung und -vermeidung bestehen, das durch ein Modul zur Entscheidungsunterstützung ergänzt wird, das den Navigatoren eine effektive visuelle Darstellung von Daten aus mehreren Quellen bietet, die von Sensoren und anderen relevanten Quellen stammen.

Das Herzstück der SafeNav-Lösung ist die Spitzentechnologie LadarTM Sensor Suite des Konsortialpartners Ladar, die eine Kombination von Sensoren und Kameras verwendet, um Objekte/Ziele sowie teilweise untergetauchte Objekte in der Fahrtroute des Schiffes zu erkennen, zu klassifizieren und zu verfolgen. Außerdem wird untersucht, wie Kollisionen mit Meeressäugern vermieden werden können.

Das Konsortiumsmitglied SAYFR wird sich mit den Grundursachen von Unfällen und dem menschlichen Verhalten auf der Brücke (Nautiker) befassen und ein Navigationsrisikomodell entwickeln.

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