Euronaval-Auftakt: „Greyshark“ geht in Serie

Zum Auftakt der Euronaval melden Euroatlas und EvoLogics den Beginn der Serienproduktion ihres autonomen Unterwasserfahrzeugs Greyshark. Das System wurde für die Aufklärung, Überwachung, Minenabwehr und die Überwachung kritischer Unterwasserinfrastrukturen konzipiert.
Das autonome Unterwasser Fahrzeug AUV Greyshark (© Euroatlas / Evologic)
Das autonome Unterwasser Fahrzeug „Greyshark“ (© Euroatlas / Evologic)

Auf der am 3. November eröffneten Marinemesse in Paris-Nord Villepinte präsentieren die Unternehmen das erste Serienfahrzeug. Aufträge europäischer Regierungskunden liegen nach Herstellerangaben bereits vor. Das Gespann aus Berlin und Bremen erwartet erste Auslieferungen noch vor Jahresende. Naturgemäß bleiben Kunden, Stückzahlen und Auftragswerte offen.

Die bis zum 6. November laufende Messe ist traditionell Anlass für Produktvorstellungen, Kooperationsvereinbarungen und Meldungen über Entwicklungsfortschritte. Unbemannte Systeme zählen auch diesmal zu den zentralen Themen. So kündigen KNDS und SeaOwl zum Eröffnungstag eine Zusammenarbeit zur Entwicklung und Erprobung einer bewaffneten Überwasserdrohne an. Elbit Systems stellt nach der Übernahme des kanadischen Spezialisten International Submarine Engineering erstmals dessen Unterwasserfahrzeuge als Teil seines erweiterten maritimen Portfolios vor.

Die Ankündigungen stehen damit für unterschiedliche Schritte: eine Entwicklungskooperation, die Erweiterung eines Produktangebots und bei „Greyshark“ den gemeldeten Übergang zur Serienfertigung. Ob daraus dauerhaft verfügbare militärische Fähigkeiten werden, entscheidet sich anschließend an Auslieferung, Abnahme und Einführung bei den Nutzern.

Vom Prototyp zur Serienfertigung

„Greyshark“ hatte seine Premiere auf der Euronaval 2024. Das etwa sechs Meter lange System ist für Aufklärung, Überwachung, Minenabwehr und die Überwachung kritischer Unterwasserinfrastrukturen ausgelegt.

Für die batterieelektrische Ausführung nennen die Hersteller rund 300 Seemeilen Reichweite bei vier Knoten und eine missionsabhängige Einsatzdauer von drei bis fünf Tagen. Eine für größere Reichweite und längere Ausdauer ausgelegte Brennstoffzellenvariante wurde bereits im März 2026 vorgestellt.

Mehrere Fahrzeuge sollen über verschlüsselte akustische Unterwasserkommunikation Daten austauschen und Aufgaben selbstständig verteilen können. Angaben zur tatsächlichen jährlichen Fertigungsleistung enthält die aktuelle Mitteilung nicht. Bei der Vorstellung der Foxtrot-Variante des „Greyshark“ im März 2026 hatten die Hersteller eine Fertigungskapazität von 150 Einheiten pro Jahr in Aussicht gestellt, ein Produktionsaufwuchs bis zu 500 Einheiten jährlich sei darstellbar. In welchem Umfang diese Kapazitäten inzwischen aufgebaut wurden, bleibt offen.

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