PwC-Schifffahrtsexperte: „Viele Reedereien erwarten weiterhin großes Wachstum“

Burkhard Sommer leitet seit Juli 2025 das Maritime Kompetenzzentrum der Unternehmensberatung PwC. Im HANSA-Podcast analysiert der Schifffahrtsexperte die aktuelle Lage der deutschen und internationalen Schifffahrt – und erklärt, welche Herausforderungen die Branche in den kommenden Jahren prägen werden.
Burkhardt Sommer, Leiter des Maritimen Kompetenzzentrums Hamburg, PwC Germany zu Gast beim HANSA Podcast (© Westerkamp/HANSA)
Burkhardt Sommer, Leiter des Maritimen Kompetenzzentrums Hamburg, PwC Germany zu Gast beim HANSA Podcast (© Westerkamp/HANSA)

„Positiv im Verhältnis zu vielen Jahren davor – und trotzdem mit einem skeptischeren Blick Richtung Zukunft“, beschreibt Sommer die aktuelle Lage der deutschen Handelsschifffahrt in der neuen Episode des HANSA Podcasts.

Viele maritime Unternehmen hätten die lange Krisenphase hinter sich gelassen und wieder Investitionen tätigen können. Gleichzeitig sorgten geopolitische Spannungen, längere Transportwege und gebundene Kapazitäten weiterhin für erhebliche Unsicherheiten.

Jetzt kostenlos die aktuelle Folge des HANSA PODCASTs hören: Hier oder auf SpotifyDeezerPodimoApple Podcast oder Youtube.

Im Gespräch erläutert Sommer, warum die Schifffahrt seiner Ansicht nach trotz der zahlreichen Krisen der vergangenen Jahre bemerkenswert widerstandsfähig geblieben ist. „Wer sich mit Wind und Wetter zurechtkommen muss, hat vielleicht auch die Fähigkeit, flexibel und schnell auf Veränderungen zu reagieren“, erklärt der PwC-Partner mit Blick auf geopolitische Konflikte, regulatorische Veränderungen und volatile Märkte.

Von einer schnellen Rückkehr zur früheren Normalität geht Sommer allerdings nicht aus. „Das, was wir jetzt gesehen haben, wird langfristige Auswirkungen haben“, sagt er mit Blick auf die aktuellen Konflikte und deren Folgen für Lieferketten, Handelsströme und die Weltwirtschaft.

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs ist die Flottenerneuerung und die Suche nach dem geeigneten Kraftstoff der Zukunft. Die Unsicherheit rund um Methanol, Ammoniak und andere alternative Energieträger bremse derzeit Investitionsentscheidungen vieler Reedereien. „Sie bremst auf jeden Fall die Flottenerneuerung, ganz klar“, so Sommer.

Besonders im Shortsea- und Feedersegment sieht der PwC-Experte Herausforderungen. Dort treffe eine alternde Flotte auf vergleichsweise wenige Neubauten und begrenzte Finanzierungsmöglichkeiten kleinerer Betreiber. In einzelnen Segmenten könnten dadurch künftig Kapazitätsengpässe entstehen.

Auch die zunehmenden Investitionen großer Reedereien in Terminals und Logistikunternehmen werden im Podcast ausführlich diskutiert. International sei dies kein neuer Trend, für Deutschland habe diese Entwicklung inzwischen jedoch eine neue Qualität erreicht.

Hören Sie hier die komplette Episode. Burkhardt Sommer spricht darin z.B. über:

  • die Ergebnisse und Schwerpunkte der kommenden PwC-Reederstudie
  • die Auswirkungen geopolitischer Konflikte auf die Schifffahrt
  • Investitionen und M&A-Aktivitäten in der Branche
  • Das aktuelle Interesse großer Reedereien an Terminalbeteiligungen
  • die Zukunft und Potenziale von Feeder- und Shortsea-Schiffen
  • alternative Kraftstoffe und Investitionsrisiken
  • Nukleartechnologien in der Schifffahrt
  • Der Einfluss von KI und Digitalisierung für die Branche
  • Fachkräftemangel und Nachwuchsgewinnung
  • Handelskonflikte, Zölle und veränderte Warenströme
  • die Entwicklung der Weltwirtschaft und ihre Auswirkungen auf die Schifffahrt

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