Indian Register of Shipping feiert Stapellauf der „INS Surya“

Mit der Zertifizierung baut das IRS seine Rolle bei der Unterstützung der indischen Marine im Schiffbau weiter aus. Man sei inzwischen in der Lage, sich größerer, komplexerer und technologisch fortschrittlicherer Marineplattformen anzunehmen, wie die Gesellschaft mitteilte.
Bei der „INS Surya“, die nun bei der Werftengruppe Hindustan Shipyard in Visakhapatnam im Westen Indiens vom Stapel lief, handelt es sich um ein Flottenversorgungsschiff (Fleet Support Ship, FSS) für die Marine. Der Neubau ist 224 m lang und hat eine Verdrängung von 43.000 t. Am selben Tag feierte die Werft die Kiellegung des inzwischen fünften FSS, das in einem Programm für die indische Marine gebaut wird.
Wie IRS mitteilte, sollen die Flottenversorgungsschiffe die Einsatzreichweite und Durchhaltefähigkeit der indischen Marine erhöhen. Sie sind für eine umfassende logistische Unterstützung ausgelegt, einschließlich der gleichzeitigen Versorgung mehrerer Marineschiffe auf See, wodurch dauerhafte Marineeinsätze über längere Zeiträume hinweg ermöglicht werden.
Ein weiterer Beleg für die Kompetenz des IRS bei der Zertifizierung komplexer Marineplattformen sei die Kiellegung des ersten Schiffes im Rahmen des Projekts „Next Generation Missile Vessel“ (NGMV) der indischen Marine bei der Cochin Shipyard Limited (CSL) in Kochi, Südostindien. „Die NGMVs sind für den Einsatz in der anspruchsvollen maritimen Umgebung des Indischen Ozeans konzipiert und werden mit modernsten Waffen- und Sensorsystemen ausgestattet“, teilte IRS mit. „Dies stärkt die Kampfkraft der indischen Marine erheblich und unterstützt ihre Vision einer zukunfts- und kampfbereiten Streitkraft.“
Indischer Schiffbau wächst
Zudem wurde mit der „INS Nipun“ – dem zweiten Taucherunterstützungsschiff (Diving Support Vessel), das ebenfalls unter IRS-Zertifizierung gebaut wurde – ein weiteres komplexes Marineschiff in Dienst gestellt. Diese Schiffe sind darauf ausgelegt, U-Boot-Rettungseinsätze in Tiefen von bis zu 300 m zu unterstützen und die Reaktionsfähigkeit der Marine bei Notfällen unter Wasser deutlich zu verbessern. Durch spezialisierte Tauchsysteme, Dynamic Positioning sowie integrierte Lebenserhaltungssysteme und medizinische Einrichtungen sollen die Schiffe dauerhafte und komplexe Unterwassereinsätze auf See ermöglichen.
„Diese Meilensteine unterstreichen die wachsenden technischen Fähigkeiten des IRS und seinen Beitrag zum indischen Ökosystem des Marineschiffbaus“, sagte Commander KK Dhawan vom IRS. „Damit wird die indische Marine bei der eigenständigen Entwicklung und Einführung fortschrittlicher Plattformen unterstützt, um die Einsatzfähigkeit und die maritime Sicherheit zu stärken.“
Unter Führung von Premierminister Narendra Modi hat sich Indien das Ziel gesetzt, zu einer der größten maritimen Nationen der Welt aufzusteigen. Gelingen soll das im Rahmen der „Vision 2047“ unter anderem durch große Investitionen in den Schiffbau, das Gründen einer eigenen staatlichen Containerreederei und neue Partnerschaften, beispielsweise mit Unternehmen wie HD Hyundai und DP World. Auch deutsche Unternehmen, darunter die Bremer Drewes-Gruppe und Kühne+Nagel, bauen ihre Präsenz in Indien aus.

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