Rhenus baut Frachtgeschäft nach China aus

Die Rhenus-Gruppe, eines des weltgrößten Logistikunternehmen, hat im Jahresvergleich ein deutliches Plus in der Seefracht zwischen chinesischen und europäischen Märkten erzielt. Auf der Route Europa–China stieg es um rund 20% an, von China nach Europa waren es sogar 26%.
Das Wachstum sei laut Rhenus insofern bezeichnend, dass es in einem Marktumfeld stattfindet, das „von einer schwächeren Luftfrachtnachfrage, häufigen Kapazitätsveränderungen sowie einer sich wandelnden Handels- und Zollpolitik zwischen der EU und China geprägt ist“, wie das Unternehmen mitteilte. Gemessen am Volumen ist die Handelsroute die wichtigste Seefrachtrelation von Rhenus. In der Luftfracht sei Europa das Hauptziel für Sendungen aus China.
Um Wachstum auf diesem Korridor zu erzielen, müssen laut Rhenus zwei Voraussetzungen erfüllt sein: der Ausgleich unterschiedlicher Warenströme sowie der Umgang mit schwankenden Kapazitäten. Zudem können Veränderungen der EU-China-Handels- und Zollpolitik die Importkosten und Versandentscheidungen von Kunden beeinflussen.
„Unser Fokus liegt auf dem Aufbau langfristiger Kundenbeziehungen auf diesem Verkehrskorridor. Die enge Zusammenarbeit unserer Teams in China und Europa mit unseren Reedereipartnern schafft eine stärkere Grundlage, um die Prioritäten unserer Kunden zu verstehen und gemeinsam mit ihnen zu planen“, sagt Renee Toh, Global Head of Ocean Freight bei Rhenus.
Auch die Luftfracht entwickelte sich positiv: In Richtung China stiegen die Volumina bei Rhenus um 20%, obwohl die Marktnachfrage auf dieser Route im Jahresvergleich leicht zurückging. Neu gewonnene Kunden haben dafür gesorgt, dass die Transporte auch einem schwächeren Markt weiter gewachsen sind. Darüber hinaus nennt Rhenus den Hightech-Sektor als einen der am schnellsten wachsenden Luftfrachtsegmenten auf der Relation China-Europa.
„Unsere Strategie besteht darin, in Branchen zu wachsen, in denen spezialisiertes Fachwissen einen echten Mehrwert für das Geschäft unserer Kunden schafft. Der Hightech-Sektor ist auf dem China-Europa-Korridor eine klare Priorität. Durch die Kombination von Branchenkompetenz und flexiblem Zugang zu Luftfrachtkapazitäten wollen wir dieses Potenzial in nachhaltiges Wachstum umwandeln“, sagt Chris Bode, VP Air Freight bei Rhenus.
Rhenus unterstützt diese Aktivitäten mit mehr als 550 Mitarbeitenden und 16 Standorten im Großraum China, die an das europäische Netzwerk des Logistikdienstleisters angebunden sind. Die Luftfracht-Drehkreuze in Shanghai und Hongkong bieten Konsolidierungs- und Frachtabfertigungsleistungen. Hinzukommen Zollabwicklung, Lagerlogistik und Inlandstransporte, um internationale Sendungen nahtlos mit lokalen Abhol- und Zustelldiensten zu verbinden. Im Juni verkündete Rhenus außerdem eine Zusammenarbeit mit der chinesischen Staatsreederei Cosco in Cuxhaven, um Lieferketten in Europa zu optimieren.

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