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Trotz monatelangem Ringen konnte keine Einigung erzielt werden: Die NordLB hat den Verkauf eines großen Schiffsportfolios an den Investor KKR abgesagt.

Die Bank ist mittlerweile der Ansicht, dass ein Verkauf einzelner Schiffskredite profitabler sei als die Abgabe ganzer Portfolios. Daher wurde die Gespräche mit dem Investor abgebrochen, wie die Nachrichtenagentur reuters einen Sprecher zitiert.

Bei dem geplanten Geschäft geht es um ein Volumen von 1,5 Mrd. € und 100 Schiffe. Die NordLB wollte sich so eines großen Teils ihrer Probleme im Schifffahrtsbereich entledigen. Doch die Gespräche kamen ins Stocken. In der Branche wurde bereits seit einiger Zeit darüber gesprochen, dass KKR das Projekt nicht mehr so intensiv verfolge, weil sich die Beteiligten nicht über Asset-Preise einigen konnten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Noch im April hatte es seitens der deutschen Bank geheißen, dass man hoffe, das Geschäft zur Jahreshälfte abzuschließen. Jetzt heißt es, dass man auch ohne den KKR-Deal das Schiffahrtsportfolio bis Jahresende auf 12 bis 14 Mrd. € reduzieren könne. Damit sei das Ziel ein Jahr früher als geplant erreicht.

Die Rating-Agentur Moody‘s hatte erst gestern die Bonitätsnoten der NordLB und ihrer Tochtergesellschaften nach unten korrigiert, weil die Schifffahrt das Geschäft weiter belaste.