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Maersk reduziert bei den Fernost-Diensten die Hafenanläufe in der Nordrange und im Mittelmeer. Betroffen sind davon ab Mai auch die deutschen Seehäfen, vor allem Wilhelmshaven und Hamburg.

Doppelte Anläufe in der Nordrange sollen gestrichen und mehr Pufferzeit geschaffen werden, heißt es. So sollen Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit der Dienste steigen, heißt es bei Maersk. Insgesamt sollen 17 Hafenanläufe auf den Routen zwischen Fernost und Europa gestrichen werden. Ein Grund seien die größeren Schiffe, die mehr Ladung aufnehmen könnten. »Wir gehen aber künftig von höheren Transportvolumina aus«, heißt es bei Maersk.

Nordrange, HaefenBetroffen sind auch die deutschen Seehäfen: Der Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven würde künftig nur noch einmal wöchentlich im AE7-Dienst angelaufen werden, der AE5 stoppt dagegen nicht mehr an der Jade. Hamburg, bislang im Umlauf von AE5 und AE7 mit dem Eurogate-Terminal aufgelistet, taucht bei den Fernost-Diensten im vorläufigen Fahrplan gar nicht mehr auf, soll aber laut Maersk noch in den AE7 (Westbound) eingebunden werden.

Bremerhaven (AE1, AE5, AE7 und AE10) käme auf vier Dienste mit insgesamt sechs Anläufen, ebenso wie Rotterdam (AE1, AE2, AE5 und AE10), Antwerpen (AE1, AE2, AE6 und AE7) und Felixstowe (AE1, AE2, AE6 und AE7). Le Havre hätte 2 Anläufe, Gdansk (AE10), Göteborg und Aarhus (beide in AE5) ebenso wie Wilhelmshaven je einen.

Der Terminalbetreiber Eurogate wäre sowohl in Hamburg als auch in Wilhelmshaven betroffen. Das Gemeinschaftsunternehmen von Eurokai (Hamburg) und BLG Logistics (Bremen) verweist darauf, dass die Fahrplanänderungen noch nicht endgültig seien. Sollte es zu einer Verringerung der Anläufe kommen, werde man versuchen, Ladung auf die verbleibenden Dienste zu konzentrieren, so eine Sprecherin.

Und auch Maersk beteuert, dass weniger Anläufe nicht automatisch mit weniger Ladung verbunden seien. »Die Maersk Line strebt die gleiche Anzahl an Moves in Wilhelmshaven und Hamburg an wie zuvor«, heißt es.