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Die Linde AG steigt aus dem LNG-Geschäft aus. Terminals sowie zwei Bunkerschiffe der Tochter Nauticor werden an den finnischen Konzern Gasum verkauft.

Verkauft werden der Geschäftsbereich »Clean Energy« der schwedischen Linde-Tochter AGA sowie die bei Nauticor gebündelte Sparte »Marine Bunkering«. Käufer ist der finnische  Gas-Konzern Gasum. Teil der Transaktion sind eine LNG-Verflüssigungsanlage, zwei LNG-Terminals, zwei Bunker-Schiffe sowie 48 Tankstellen in Schweden und Norwegen.

In den beiden Geschäftsbereichen sind 35 Mitarbeiter beschäftigt, der Jahresumsatz liegt bei rund 100 Mio. €. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden. Die Transaktion wird voraussichtlich im Laufe des Jahres 2020 abgeschlossen sein.Die Übernahme soll im Jahr 2020 abgeschlossen werden.

Der Technologiekonzern Linde hatte im Herbst 2016 alle Anteile von Marquardt & Bahls am vorherigen Joint Venture Bomin Linde LNG übernommen. Im April 2017 erfolgte die Umbenennung in Nauticor. Sitz der Gesellschaft ist Hamburg. Das Unternehmen hat zwei Bunkerschiffe im Einsatz, die »Kairos« und die »Cardissa«.

Mit der Akquisition will Gasum nach eigenen Angaben die LNG-Logistik verbessern, sein Tankstellennetz erweitern und das angestrebte Wachstum im Bereich emissionsarmer Transportlösungen in Skandinavien beschleunigen. »Die Übernahme ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Wachstumsstrategie«, sagt Gasum-CEO Johanna Lamminen. Der Staatskonzern Gasum beschäftigt 350 Mitarbeiter und kam 2018 auf einen Umsatz von 1,17 Mrd. €.