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Der Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft, Norbert Brackmann, reist heute für Gespräche über die europäische maritime Wirtschaft nach Brüssel. Er will mehr Vernetzung in maritimen Fragen.

Brackmann erklärt: »Für die deutsche EU- Ratspräsidentschaft in der zweiten Jahreshälfte 2020 habe ich mir zum Ziel gesetzt, die Vernetzung der maritimen Wirtschaft und der maritimen Interessen in Europa zu verbessern. Ich möchte der maritimen Wirtschaft in Europa zu mehr Wahrnehmung und Sichtbarkeit verhelfen und maritime Themen stärker bündeln.«

Die Herausforderungen für die maritime Wirtschaft würden angesichts eines immer schärferen Wettbewerbs, den Bedürfnissen von Umwelt und Klima sowie einer hohen Dynamik bei Forschung und Entwicklung vielfältiger. Daher bedürfe es einer Stelle auf EU-Ebene, die diese Fragen koordiniert, so Brackmann.

»Brauchen ein europäisches Spitzengremium«

»Außerdem brauchen wir ein europäisches Spitzengremium, das die Interessen und Bedürfnisse der einzelnen Mitgliedstaaten und der maritimen Wirtschaft besser abbildet. Wir brauchen mehr maritime Zusammenarbeit in Europa. Dazu gehört auch eine gemeinsame maritime Landstrominitiative der EU«, so der Maritime Koordinator weiter.

Die Themen der europäischen maritimen Wirtschaft erstrecken sich über die Schiffbau- und Zulieferindustrie, die Hafenwirtschaft und Schifffahrt bis hin zu Offshore-Windenergie und Meerestechnik. Zur Sicherung ihrer globalen Wettbewerbsfähigkeit muss die europäische maritime Wirtschaft nach Darstellung Brackmanns Herausforderungen wie Automatisierung und Digitalisierung, Klima- und Umweltschutz sowie Fachkräftebedarf aktiv angehen. Zentrale Voraussetzung dafür sei ein starkes europäisches maritimes Netzwerk.

Die maritime Wirtschaft sei von großer Bedeutung für den europäischen Wirtschaftsraum, heißt es. Das Meeresgebiet unter der Hoheitsgewalt der EU-Mitgliedstaaten ist größer als die gesamte Landfläche der EU. Die Küste der EU (68.000 km) ist dreimal länger als die Küste der USA und fast doppelt so lang wie die Küste Russlands.