Maritime Azubis starten in Hamburg

Bei Hapag-Lloyd, einer der größten Containerreedereien der Welt, haben insgesamt 60 neue Auszubildende angefangen. 30 dieser Nachwuchskräfte beginnen ihre Karriere an Bord, darunter 14 Schiffsmechanikerinnen und Schiffsmechaniker sowie 16 Nautische Offiziersassistentinnen und -assistenten. Hapag-Lloyd bildet weiterhin auf den Schiffen „Chicago Express“ und „Kuala Lumpur Express“ aus, bevor die neuen Fachkräfte auf verschiedene andere Schiffe der Flotte wechseln – so sollen sie schon früh praktische Erfahrung auf See sammeln, teilte das Unternehmen mit.
Die übrigen 30 haben sich für einen Weg an Land entschieden: Am Ballindamm in Hamburg bildet Hapag-Lloyd 14 neue Auszubildende zu Schifffahrtskaufleuten aus, zwei absolvieren eine Ausbildung im Büromanagement. Weitere 14 starten ein duales Studium an der HSBA oder der Nordakademie.
Startschuss für „Shefarer Program“
In diesem Jahr startet außerdem das neue „Shefarer Program“, mit dem Hapag-Lloyd die Ausbildung auf See gezielt weiterentwickeln willl. „Das Programm soll mehr Frauen für eine Karriere auf See gewinnen und sie auf ihrem beruflichen Weg unterstützen“, so die Reederei. „Gleichzeitig investiert das Unternehmen in moderne Rahmenbedingungen an Bord und stärkt die Sichtbarkeit weiblicher Vorbilder – unter anderem durch den gezielten Einsatz von Crews mit einem höheren Frauenanteil.“
Carsten Bublitz (41), Erster Ingenier an Bord der „Manila Express“, erinnert sich an seine eigene Ausbildung. „Die technischen Systeme an Bord sind unerlässlich für den Schiffsbetrieb“, sagte er. „Bereits in der Ausbildung lernt man diese komplexen und spannenden Systeme kennen und begreift, das alles ineinandergreifen muss, damit alles reibungslos funktioniert. Wir als Crew freuen uns, wenn wir neue Auszubildende an Bord begrüssen dürfen, um unser Wissen und unsere Erfahrung weiterzugeben.“
Dass eine Ausbildung der Beginn eines langen Berufswegs sein kann, zeigt auch Maika Alpheus (32). Heute trägt sie Verantwortung als Senior Director für Data Excellence: „Eine Ausbildung bei Hapag-Lloyd ist kein festgelegter Weg, sondern der Grundstein für die weitere Karriere. Die Vielfalt an Karrierepfaden ist ein echter Mehrwert – für jede und jeden Einzelnen und für Hapag-Lloyd als Unternehmen.“
Ähnlich erlebte es Arne Zass (38), heute Director im Digital Business Growth: „Ich habe selbst 2008 mit einer Ausbildung bei Hapag-Lloyd angefangen. Schon früh konnte ich Verantwortung übernehmen und meinen eigenen Weg aktiv gestalten. Für mich zeigt das: Wer neugierig ist und Initiative zeigt, kann sich hier weiterentwickeln – und wirklich etwas bewegen.“
Das Konzept scheint aufzugehen: Der größte Teil der Auszubildenden bei Hapag-Lloyd erhält nach erfolgreichem Abschluss ein Übernahmeangebot.
Insgesamt über 100 Auszubildende bei der HHLA
Der Hamburger Terminalbetreiber HHLA hat ebenfalls neue Auszubildende aufgenommen. Das Unternehmen hat vor allem die gewerbliche und technische Ausbildung ausgeweitet. Mit den insgesamt 38 Neuzugängen bildet die HHLA nun 112 Nachwuchskräfte aus.

„Die Ausbildung eigener Nachwuchskräfte ist für die HHLA eine zentrale Investition in die Zukunft“, sagte Personalvorstand Torben Seebold. „Mit ihnen stärken wir gezielt die Fachkräftebasis für unser Kerngeschäft und sichern insbesondere die langfristige Wettbewerbsfähigkeit unserer Hamburger Containerterminals. Gerade in technischen und gewerblichen Berufen benötigen wir qualifizierte Mitarbeitende, die den Wandel unserer Branche mitgestalten und die unsere Leistungsfähigkeit auch morgen zum Wohle unserer Kunden gewährleisten. Daher haben wir die Anzahl der Ausbildungsplätze in diesem Bereich dieses Jahr deutlich aufgestockt. Dadurch bieten wir auch mehr jungen Menschen attraktive Entwicklungsperspektiven in einem zukunftsorientierten Umfeld.“
Clarissa Groß, Leiterin Personalentwicklung bei der HHLA, ergänzte: „Ich freue mich sehr, heute 38 Nachwuchskräfte zu begrüßen, die sich für eine Ausbildung oder ein Studium bei der HHLA entschieden haben. Besonders stolz sind wir auf einen Frauenanteil von rund 40 Prozent in diesem Jahrgang.“
Gerade in technischen, gewerblichen und IT-orientierten Berufen im Hafen sei dies ein „starkes Signal“, das die Aktivitäten des Unternehmens zur Berufsorientierung junger Frauen unterstreiche. Dazu gehören unter anderem das 2025 gestartete Programm „MINT für Mädels“, die Beteiligung der HHLA am Zukunftstag oder auch die Teilnahme an zahlreichen Nachwuchsmessen. „Vielfalt bereichert unsere Teams und stärkt unsere Innovations- und Zukunftsfähigkeit“, sagte Groß.
Die insgesamt 15 Frauen und 23 Männer sollen in den kommenden Jahren eine praxisnahe Ausbildung in den verschiedenen Betriebsstätten und Abteilungen der HHLA und deren Tochterunternehmen im In- und Ausland absolvieren. Die HHLA bietet Ausbildungen im gewerblichen, kaufmännischen und technischen Bereich sowie eine Vielzahl von dualen Studiengängen an.
Unter den Neuzugängen sind diesmal sechs angehende Fachkräfte für Hafenlogistik, zwölf Mechatroniker, drei Mechatroniker für Kältetechnik sowie zwei Elektroniker für Automatisierungstechnik. Künftig werden die Auszubildenden bei der Wartung und Instandhaltung der Umschlaggeräte der Hamburger HHLA-Containerterminals helfen.
Bei den kaufmännischen Ausbildungsberufen haben sich laut einer Mitteilung des Unternehmens mittlerweile die Kaufleute für Digitalisierungsmanagement sowie die Fachinformatiker für Systemintegration etabliert. Auch bei den Dual Studierenden setzt die HHLA mit Studiengängen wie Technische Informatik, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen, Business Informatics und Regenerative Energiesysteme einen klaren MINT-Fokus.
Hadag bildet neue Schiffsführer in Hamburg aus

Beim Fährbetreiber Hadag haben sechs Nachwuchskräfte für eine Ausbildung zum Schiffsführer entschieden. Künftig werden sie das Hamburger Traditionsunternehmen auf den HVV-Fährverbindungen unterstützen.
„Wir heißen heute mit unseren neuen Auszubildenden die Zukunft willkommen“, sagte Tanja Cohrt, Vorständin für Personal und Betrieb. „Unser Ausbildungsangebot ist ein zentraler Baustein der Zukunftsstrategie der Hadag, um den Bedarf an Personal nachhaltig zu decken. Unseren Nachwuchstalenten wünsche ich einen ausgezeichneten Start in den spannenden Beruf der Schiffsführer!“
Mit 28 Schiffen, acht Linien und 18 Anlegern sichert das Tochterunternehmen des städtischen Verkehrsunternehmens Hamburger Hochbahn mit jährlich rund 180.000 Abfahrten den ganzjährigen Fährverkehr im Hamburger Hafen – selbst unter widrigen Witterungsbedingungen wie Nebel, Eis oder Sturm. Bis zu 10 Mio. Fahrgäste nutzen das Angebot jährlich.
Um diesen hohen Standard auch künftig zu halten, setzt das Unternehmen auf eine Ausbildung mit starkem Praxisbezug. Neben dem sicheren Führen der Passagierfähren stehen vor allem der Umgang mit moderner Technik, die Betreuung der Fahrgäste und die Bewältigung des anspruchsvollen Hafenbetriebs im Fokus. „Wir vermitteln weit mehr als reines Fachwissen“, erläutert Betriebsleiter Marco Schmitt. „Es geht auch um Verantwortungsbewusstsein, Teamgeist und die Begeisterung für die Schifffahrt.“

Bleiben Sie mit WhatsApp immer auf dem Laufenden!









