Hapag-Lloyd steigt bei APM-Terminal in Rotterdam ein

Finanzielle Einzelheiten der Transaktion wurden bisher nicht genannt. Der Vollzug steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Behörden und Regulierungsstellen. Mit der Beteiligung sichert sich Hapag-Lloyd nach eigenen Angaben langfristig automatisierte Umschlagskapazitäten in Rotterdam.
Gleichzeitig baut der Konzern sein Terminalportfolio weiter aus. Die Beteiligung wird dem Segment Terminal & Infrastructure zugeordnet, das unter der Marke Hanseatic Global Terminals (HGT) gebündelt ist. Die operative Verantwortung für Maasvlakte II bleibt bei APM Terminals. Das Terminal spielt zugleich eine wichtige Rolle für die Gemini Cooperation von Hapag-Lloyd und A.P. Moller – Maersk.
„Mit der geplanten Investition in Rotterdam werden wir die Effizienz und Zuverlässigkeit unseres Netzwerks weiter steigern. Das Terminal ist ein wichtiges Element der Gemini Cooperation und passt sehr gut zu unserer Strategie, unser Terminalportfolio in Kernmärkten weiter auszubauen“, erklärte Dheeraj Bhatia, CTIO von Hapag-Lloyd und CEO von Hanseatic Global Terminals.
Kapazität soll auf 5,4 Mio. TEU steigen
APM Terminals Maasvlakte II ist seit 2015 in Betrieb und wird derzeit umfassend erweitert. Geplant sind zusätzliche 1.000 m Tiefwasserkaimauer, wodurch sich die Gesamtlänge auf 2.000 m erhöht. Hinzu kommen weitere Stellplatzkapazitäten und vier zusätzliche Bahngleise.
Außerdem sollen Automated Terminal Tractors (ATTs) und weiteres automatisiertes Equipment eingesetzt werden. Nach Abschluss der Erweiterung soll die jährliche Umschlagskapazität des Terminals auf bis zu 5,4 Mio. TEU steigen.
APM-Terminals-Chef Keith Svendsen bezeichnete den Einstieg von Hapag-Lloyd als Vertrauensbeweis für das Terminal und die langfristige Zusammenarbeit beider Unternehmen. APM Terminals wolle die Leistungsfähigkeit des Standorts insbesondere durch zusätzliche Tiefsee-Liegeplätze und höhere Containerkapazitäten weiter ausbauen.
Über die zunehmende Konsolidierung in der Schifffahrt und den verstärkten Einstieg großer Linienreedereien in Terminals spricht auch Burkhard Sommer, Leiter des Maritimen Kompetenzzentrums von PwC Deutschland, im aktuellen HANSA-Podcast. Im Gespräch geht es unter anderem darum, warum Reedereien verstärkt in Hafen- und Terminalinfrastruktur investieren und welche strategischen Ziele sie damit verfolgen.


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