CMA CGM und Singapur heben Bio-Methan auf die Agenda

Dafür haben der in Marseille ansässige Carrier, die Schifffahrts- und Hafenbehörde des südostasiatischen Stadtstaats MPA und der ebenfalls dort ansässige LNG-Terminal-Betreiber SLNG eine Absichtserklärung unterzeichnet. Offizielles Ziel: „die Förderung von verflüssigtem Biomethan als Schiffskraftstoff“.
Die Partner wollen untersuchen, wie die Bereitstellung und Nutzung von verflüssigtem Biomethan als Schiffskraftstoff in Singapur möglich gemacht werden kann. Konkret geht es um die Frage, wie die vorhandene Gasinfrastruktur die Versorgung mit verflüssigtem Biomethan für maritime Zwecke unterstützen kann und wie dessen Nachhaltigkeitsmerkmale sowie die Einsparungen bei Treibhausgasemissionen angemessen berücksichtigt werden können, wenn es in einer gemeinsamen Infrastruktur mit Erdgas gemischt wird. Zudem sollen Pilotprojekte und Versuche durchgeführt werden, um diese Ansätze unter realen Betriebsbedingungen zu validieren und Erkenntnisse für eine mögliche breitere Anwendung zu gewinnen.
Bo Wegener, CEO von CMA CGM Asia Pacific, erklärte: „Die Entwicklung von Versorgungslösungen für verflüssigtes Biomethan für die Schifffahrt ist ein entscheidender Schritt zur Dekarbonisierung des Sektors im Einklang mit internationalen Umweltvorschriften. Durch diese Partnerschaft bündeln MPA, CMA CGM und SLNG ihre jeweilige Expertise, um ambitionierte Ziele in die praktische Anwendung zu überführen.“
Die MPA soll ihre Erfahrung in den Bereichen Regulierung und Branchenentwicklung, CMA CGM in Schifffahrt und Logistik sowie SLNG die LNG-Infrastruktur und technischen Kompetenzen einbringen. Man wolle Wissen und bewährte Verfahren austauschen, um den Aufbau von Lieferwegen für verflüssigtes Biomethan in Singapur zu unterstützen – einschließlich dessen Zertifizierung, Bereitstellung und Verwendung als Schiffskraftstoff, heißt es in einem gemeinsamen Statement.
Ang Wee Keong, Chief Executive der MPA, erklärte: „LNG ist in Singapur bereits ein etablierter Schiffskraftstoff. Wir prüfen nun, wie emissionsärmere Varianten auf der vorhandenen Infrastruktur und den bestehenden Kapazitäten aufbauen können.“

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