Spliethoff lässt komplexe Heavylift-Verladungen an Land trainieren

Die MPP- und Heavylift-Reederei Spliethoff will für die anspruchsvollen Kran- und Ladungsoperationen an Bord die Besatzungen besser vorbereiten. Dafür wurde jetzt ein neuer Simulator in Betrieb genommen.
Finette Lanphen, Offizierin in der Spliethoff-Flotte, hat den neuen Trainingssimulator offiziell eingeweiht (© Spliethoff)

Das niederländische Schifffahrtsunternehmen betreibt eine Flotte von 145 Schiffen – darunter Mehrzweck-, Schwergut-, RoRo- und Halbtaucher-Schiffe. Im MPP-Weltmarkt liegt sie – je nach Berechnung auf Rang zwei oder drei, hinter BBC Chartering aus Leer und der chinesischen Staatsreederei Cosco.

In Zusammenarbeit mit dem Maritime Research Institute Netherlands (Marin) wurde jetzt ein neuer Simulator entwickelt, der es Seeleuten ermöglichen soll, komplexe Abläufe beim Ladungsumschlag, bei Schwergutverladungen und beim Ballastmanagement „in einer äußerst realistischen und sicheren Umgebung“ zu trainieren. In Amsterdam wurde er jetzt offiziell eingeweiht. Es ist bereits die zweite neue Anlage dieser Art, die innerhalb eines Jahres in Betrieb genommen wurden. Im Dezember 2025 gab es eine entsprechende Einweihung in Manila auf den Philippinen.

„Angesichts der zunehmenden Komplexität und Spezialisierung maritimer Einsätze stärkt die Anlage unsere Fähigkeit, unsere Besatzungen auf die sichere Durchführung von Arbeitsabläufen in der gesamten Flotte vorzubereiten“, heißt es in einem Statement der Niederländer.

Mithilfe der Dolphin-Software von Marin werden Schiffsbewegungen – verursacht durch Wellen, Strömungen, Wind und Hebevorgänge – in Echtzeit nachgebildet, wodurch die Einsatzbedingungen auf See präzise widergespiegelt werden.

Dank fünf miteinander vernetzter Arbeitsplätze für Ausbilder und operatives Personal können ganze Teams gemeinsam trainieren und die für kritische Einsätze erforderliche Abstimmung entwickeln. Für die Simulation stehen vier Schiffstypen zur Verfügung, darunter spezialisierte Schwergut- und DP2-Schiffe aus der Flotte der Spliethoff Group.

Über die reine Ausbildung hinaus unterstützt die Anlage auch die Projektvorbereitung. Operative Teams können virtuelle Trockenübungen für komplexe Ladungsvorgänge durchführen, um Abläufe und Einsatzgrenzen noch vor der tatsächlichen Durchführung an Bord zu bewerten. „Bereits seit 2015 setzt die Gruppe Kran- und Ballastsimulatoren ein, um die Weiterentwicklung der Besatzungen und die Einsatzbereitschaft zu fördern. Die neue Simulator-Generation erweitert das Spektrum der Abläufe, die in einer realistischen Umgebung trainiert werden können, erheblich“, heißt es weiter.

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