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Der Rickmers Maritime Trust (RMT) in Singapur ist endgültig abgewickelt. Wie das Unternehmen mitteilt, werden keine weiteren Forderungen beglichen.

Mit dem Verkauf der Flotte an Navios waren die verbliebenen Vermögenswerte veräußert worden, um die Forderungen der zahlreichen Gläubiger zu bedienen. Unter den unbesicherten Gläubigern haben die HSH Nordbank aus der Verwertung 17,7 Mio. $, die Commerzbank 1,2 Mio. $ und die Anleger der RMT-Anleihe (100 Mio. Singapur-$) noch 10 Mio. $ erhalten. Das entspricht einer Insolvenzquote von 12% – 88% der ursprünglichen Investments sind damit verloren.

Weitere Zahlungen werde es nicht geben, teilte RMT jetzt mit. Der Trust sei mit Wirkung vom 16. August endgültig abgewickelt, die Anleihe wird morgen aus dem Börsenhandel in Singapur genommen.

Eine vom Management vorgeschlagene Restrukturierung war von den Gläubigern, darunter den Banken, abgelehnt worden war. Damit war die Liquidierung beschlossene Sache.

Nach dem Trust in Singapur war auch der Hauptgesellschafter, die Rickmers Holding in Hamburg, in Turbulenzen geraten und musste schließlich am 1. Juni Insolvenz anmelden. In einem Verfahren in Eigenverwaltung werden seither Investoren für die Gruppe oder Teile davon gesucht. Fünf MPP-Schiffe wurden bereits an die Bremer Zeaborn-Gruppe verkauft.

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