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Die neue Blockchain-Lösung für die Linienschifffahrt, TradeLens, soll mit einer ersten Pilotphase starten. Dafür haben sich Maersk, IBM & Co. mit den russischen Behörden geeinigt.

A.P. Moller – Maersk und das russische Verkehrsministerium haben jetzt eine Absichtserklärung unterzeichnet, die die Einführung von TradeLens in Russland ermöglichen, soll, teilte der dänische Branchenprimus jetzt mit. Die von Maersk und IBM gemeinsam entwickelte Blockchain-Plattform soll den internationalen Handel erheblich erleichtern, nicht zuletzt durch die nun im Rahmen des Pilotstarts vereinbarte Einbeziehung des Hafens von St. Petersburg, dem wichtigsten russischen Container-Gateway.

Die Partner erhoffen sich von TradeLens mehr Effizienz und Effektivität in den Logistikketten. Zuletzt waren auch die Carrier CMA CGM und MSC zu den Partnern gestoßen.

Die Vereinbarung, die vom Maersk-CEO Søren Skou und Yuriy Tsvetkov, stellvertretender Verkehrsminister und Leiter der Föderalen Agentur für See- und Binnenschifffahrt, unterzeichnet wurde, ermöglicht die Implementierung von TradeLens auf dem russischen Markt. Ziel sei, den digitalen Dokumentationsfluss in den derzeit überwiegend papierbasierten Transportprozessen einzuführen.

»Das Hauptergebnis der Implementierung sollte eine Erhöhung der Transparenz des Vertragsverfahrens durch die Verteilung von Informationen über Angebot und Nachfrage, Bedingungen und Abläufe zwischen vielen Teilnehmern der Transport- und Logistikprozesse sein«, sagte Tsvetkov.

Die Plattform fördere die Zusammenarbeit und das Vertrauen, verbessert die Benutzerfreundlichkeit und senkt die Kosten durch Digitalisierung. »Wir freuen uns, nun diese Reise in Russland zu beginnen, um die Reichweite und den Wert unserer Plattform und ihrer Daten für alle Teilnehmer zu erweitern« ergänzte Mike White, CEO und Head of TradeLens bei Maersk GTD Inc.

Durch die Einbeziehung von CMA CGM und MSC sollen in Kürze Daten für fast die Hälfte der weltweiten Seecontainerladung auf TradeLens verfügbar sein. In Russland soll die Plattform die Interaktion zwischen den Verladern und verschiedenen Regulierungs- und Verwaltungsbehörden des Landes erleichtern. Zentraler Bestandteil ist das Teilnehmer über das gesamte Ökosystem der Lieferkette der Containerlogistik vernetzt werden, Informationen austauschen und zusammenarbeiten können.