v.l.: Odin Kwon, Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering, Deog Hee Doh, Korea Maritime and Ocean University, Naoki Mizutani, NAPA and Marko Dekena, AVL LIST (Foto: NAPA)
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Mit dem Daewoo-Werftkonzern, der Korea Maritime and Ocean University, NAPA und AVL List haben sich vier Partner für eine neue Digital-Allianz zusammengefunden.

Die Unternehmen aus der maritimen Industrie haben eine strategische Kooperationsvereinbarung zur Entwicklung von digitalen Schiffen und damit verbundenen strategischen Lösungen unterzeichnet. Die Vereinbarung soll ihre Expertise in den Bereichen Schiffbau, Motoren, Big Data und Softwareentwicklung bündeln, »um neue Lösungen zu entwickeln, die all diese Elemente erstmals kombinieren«, heißt es in einer Mitteilung.

Die Zusammenarbeit umfasst die Erstellung von »Digital Twins«: von der Erfassung und Verarbeitung Maschinenraumdaten, Schiffsleistungs- und Wetterdaten bis hin zu Training, Simulation und Mensch-Maschine-Schnittstellen, die notwendig seien, »um Erkenntnisse aus Maschinendaten in praktische Effizienz umzusetzen.«

»Zusammenarbeit ist unerlässlich«

Odin Kwon, Technologie-Vorstand von Daewoo Shipbuilding and Machine Engineering (DSME), sagte: »Durch die Erstellung einer virtuellen Echtzeit-Kopie der Motorausrüstung können wir die Leistung besser überwachen, analysieren und vorhersagen, was zu einem sichereren und effizienteren Betrieb führt.« Digital Twins würden eine Reihe verschiedener Fachgebiete vereinen, die eine Zusammenarbeit von Hardware, Software und Betrieb erfordern. Aus diesem Grund sei die Zusammenarbeit unerlässlich.

Die KMOU-Universität hat den Angaben zufolge bereits mit der Entwicklung einer Plattform begonnen, in die Digital Twins sowie Augmented Reality und Virtual Reality eingebettet sind.

Naoki Mizutani, Executive Vice President, Shipping Solutions bei NAPA, sagte: »Neue Schiffsgenerationen werden in den kommenden Jahrzehnten den Standard setzen, und die digitale Infrastruktur wird genauso wichtig sein wie die physischen und mechanischen Elemente eines Neubaus. Die Zusammenführung von Schiffbauern, Motorenherstellern und Softwareexperten ist der ideale Weg, um sicherzustellen, dass eine qualitativ hochwertige digitale Infrastruktur von Anfang an in den Schiffbauprozess eingebettet ist und während des gesamten Lebenszyklus eines Schiffes Mehrwert schafft.« NAPA als Experte für maritime Software und Big Data will Modelle mit digitalisierten Komponenten und einer Echtzeit-Simulationsplattform zur Integration zwischen Motormodellen und Schiffsmodellen entwickeln.

AVL, nach eigenen Angaben »weltweit größtes unabhängiges Unternehmen für die Entwicklung, Simulation und Erprobung von Antriebssträngen und Antriebssystemen« soll die Simulationswerkzeuge und -methoden entwickeln, die für die Partnerschaftsprojekte erforderlich sind.