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Auf dem vor der US-Küste havarierten Autofrachter »Golden Ray« ist offenbar erneut Feuer ausgebrochen. Die Einsatzkräfte suchen nach der Ursache.

Das zuständige Havariekommando »Unified Command« bestätigte, dass weißer Rauch aus dem Autofrachter »Golden Ray« steigt. Die Einsatzkräfte versuchen, an Bord und aus der Luft die Ursache zu finden, heißt es.

Auf der »Golden Ray« der Reederei Hyundai Glovis war vor sechs Wochen beim Auslaufen aus dem Hafen von Brunswick ein Feuer gemeldet worden. Wenig später geriet der Frachter in Schieflage und kenterte. Der Lotse hatte das Schiff zuvor noch in flache Gewässer gesteuert. Alle 23 Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden, darunter auch vier Seeleute, die im Maschinenraum eingeschlossen waren.

Der Frachter der Reederei Hyundai Glovis muss im Wasser zerlegt werden, anschließend sollen die Fragmente einzeln abtransportiert werden. Andere Optionen zur Bergung mussten verworfen werden. An Bord waren dem Vernehmen nach rund 4.000 Fahrzeuge.

Mehr als 400 Einsatzkräfte und bis zu 70 Schiffe waren zwischenzeitlich im Einsatz. Bergungskräfte hätten inzwischen rund 900 t an Kraftstoff abpumpen können. Das nun anstehende Abwracken dürfte nach Angaben der U.S. Coast Guard »Wochen und Monate« dauern.

Der 200 m lange Frachter (21.000 tdw) fuhr unter der Flagge der Marshall Islands und ist noch keine zwei Jahre alt. Er wurde Ende 2017 bei Hyundai Mipo gebaut und ist bei der North Group versichert. Die Kapazität liegt bei 7.700 Fahrzeugen (CEU). Das Schiff war vor der Havarie auf dem Weg nach Baltimore (Maryland).