Die Kosten für den Ersatz der Köhlbrandbrücke sollen mehr als 2 Mrd. € betragen
Die Kosten für den Ersatz der Köhlbrandbrücke sollen mehr als 2 Mrd. € betragen. © Wägener
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Die Köhlbrandbrücke, Nadelöhr und Hamburger Wahrzeichen zugleich, muss spätestens bis 2030 ersetzt werden. Jetzt steigt der Bund finanziell mit ein.

Eine erneute Sanierung des 1974 eingeweihten Bauwerks lohnt nicht mehr, außerdem ist die Brücke inzwischen zu niedrig für die großen Containerschiffe, die Hamburg anlaufen. Neubau oder sogar ein Tunnel als Alternative – letzterer deutlich teurer, aber billiger im Unterhalt und damit langlebiger. Die Investitionssumme wird auf bis zu 3 Mrd. € geschätzt. Noch ist die finale Entscheidung nicht gefallen. Wohl aber, wer am Ende dafür zahlt. Denn der Bund springt jetzt ein und wird mindestens die Hälfte der Kosten übernehmen.

Dafür soll die Köhlbrandbrücke von einer Landesstraße in eine Bundesstraße umgewandelt werden. Das hat Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) jetzt mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) ausgehandelt. »Der Köhlbrand-Querung kommt eine Schlüsselrolle zu – deswegen wollen wir den Neubau mit Bundesmitteln fördern«, wird Scheuer zitiert. Der Bundestag und die Hamburger Bürgerschaft müssen der Statusänderung noch zustimmen.

Die markante Brücke verbindet die Elbinsel Wilhelmsburg mit der Bundesautobahn A7. Mit einer Gesamtlänge von über 3.600 m und einer lichten Höhe von 53 m ist sie eine der bekanntesten Schrägseilbrücken Deutschlands und eine der wichtigsten Verkehrsachsen über die Süderelbe: Über sie wird ein erheblicher Anteil des hafenbezogenen Fern- und Wirtschaftsverkehrs abgewickelt. Zudem verbindet sie die westlichen und östlichen Teile des Hamburger Hafens miteinander.