Dirk Lehmann (Foto: Becker Marine Services)
Print Friendly, PDF & Email

In der neuesten Folge des HANSA Podcast nimmt Dirk Lehmann, Geschäftsführer beim Zulieferer Becker Marine Systems, die Politik zum Thema emissionsfreie Mobilität in die Pflicht. 

»Ich glaube an eine emissionsfreie Mobilität zu Wasser, zu Lande und in der Luft«, so das eindeutige Statement des Unternehmers und Ingenieurs, der zunächst mit Ruder- und Manövriertechnik, mittlerweile verstärkt auch mit LNG-, Batterie-, Wasserstoff- und Windtechnologie auf sich aufmerksam macht.

Während die Corona-Pandemie angesichts der starken Reiserestriktionen zu deutlichen Einbußen im maritimen Geschäft geführt hat – bei Becker Marine Systems sind Einschnitte nötig – läuft die Sparte »Mobilität« deutlich besser. Doch auch im maritimen Bereich gibt es positive Anzeichen. Vor allem beim Thema Wasserstoff: »Ein hohes Lob an die Politiker, sowohl im Land als auch beim Bund und in der EU«, sagt Lehmann mit Blick auf jüngste politische Initiativen, etwa zu Reallaboren. Explizit dankt er im HANSA Podcast dem Hamburger Wirtschaftssenator Michael Westhagemann.


Hören Sie in der neuesten Folge vom HANSA-Podcast weitere Einblicke von Dirk Lehmann. Er spricht über das maritime Geschäft in Corona-Zeiten, sein Engagement für Straßen- und Luftverkehr, absurde Schiffstaufen im Hamburger Hafen sowie über LNG-, Batterie- und Wasserstofftechnologien, »das unsägliche« Kraftwerk Moorburg, die Verkehrspolitik der Grünen und seinen Pragmatismus.


Er hoffe allerdings, dass man sich nicht zu sehr in Theorien verliere, wie es hierzulande immer wieder vorkomme. Zentral ist nach Ansicht von Lehmann die Aufstellung von klaren Rahmenbedingungen und Richtlinien: »Für LNG fehlt noch immer eine klare Richtlinie, wie damit umzugehen ist, beim Bunkern und im Hafen. Ich habe es immer wieder angemahnt. Hoffentlich machen wir bei Wasserstoff nicht den gleichen Fehler.«

Mittlerweile sind Lehmann und seine Mitstreiter zudem im Bereich Wind-Antriebe aktiv. Offenbar kommt man gut voran: »Wir sind im Gespräch mit vier Reedereien, darunter auch mit zwei deutschen Unternehmen«, bestätigt er.