HANSA-Forum: Welche Folgen hat die fragile Sicherheit auf See für die Handelsschifffahrt?

Die Sicherheit der Handelsschifffahrt ist in diesen geopolitisch-unruhigen Zeiten sehr eng an die militärischen Kapazitäten geknüpft. Sowohl in den strategischen Entscheidungen als auch im Alltag kann die Thematik ein elementarer Bestandteil von Reedereien und in der gesamten maritimen Industrie sein.
Bei der Übung »Northern Coasts« hat die Deutsche Marine kürzlich erstmals mit Partnern die Begleitung von zivilen Transportschiffen durchgespielt.
Bei der Übung »Northern Coasts« hat die Deutsche Marine kürzlich erstmals mit Partnern die Begleitung von zivilen Transportschiffen durchgespielt. (© Bundeswehr)

Genau deshalb wird „Schifffahrt und Sicherheit“ ein zentraler Punkt beim diesjährigen „HANSA Forum – Connecting Maritime Minds“ sein.

Auf dem Programm steht zum Einen ein Vortrag von Fregattenkapitän Steffen Lange, Chef der Marineschifffahrtleitung in Hamburg – also der wichtigsten Schnittstelle zwischen den deutschen Sicherheitsbehörden und den deutschen Reedereien. Er wird einen tiergehenden Einblick liefern, in welchen Gewässern es derzeit – und potenziell künftig – große Risiken für die Handelsschifffahrt gibt. Außerdem geht er auf die Notwendigkeit und mögliche Details einer engeren Zusammenarbeit zwischen Marine und Reedereien ein.

Zum Anderen wird sich eine eigene Podiumsdiskussion mit der Thematik „Schifffahrt im Kielwasser einer angespannten Sicherheitslage“ beschäftigen. Denn die Auswirkungen der Entwicklungen auf die Schifffahrt sind zum Teil enorm, aber auf jeden Fall sind sie vielfältig. Und zwar nicht nur an Bord, sondern auch in den Kontoren an Land. Wer ist eigentlich wofür verantwortlich? Wer ist wofür haftbar? Was sagt das Vertragsrecht für Charter- oder Frachtverträge, wie steht es um das Crewing, das Flotten- und Schiffsmanagement? Und welche Rolle spielen die Flagge, das Flaggenrecht und die deutschen Behörden?

Im Verteidigungsfall benötigt eine Marine nicht nur Kriegsschiffe, sondern auch Seetransport- und Logistikkapazitäten. Darüber sprechen Experten aus der Bundespolitik und der Schifffahrt sowie Vertreter aus dem maritimen Kanzlei-Markt und dem maritimen Versicherungsmarkt über zentrale Herausforderungen dieser Zeit.

Unter anderem wird dabei thematisiert, wie sich die Bundesregierung eine Zusammenarbeit mit Reedereien im Krisen- und Kriegsfall vorstellt und welche konkreten Auswirkungen das auf die Aspekte Haftung, Vertragsrecht und Flaggenführung haben kann. Nicht zuletzt wird auch eines der großen maritimen Programme der US-Regierung Thema sein – und ob es eine Blaupause für sogenannte Verfügbarkeitsverträge zwischen Reedern und dem Staat in Europa und Deutschland sein kann: Das US Maritime Security Program und das Tanker Security Program.

All das lässt auf eine interessante und tiefgehende Diskussion auf der Bühne hoffen. Seien Sie dabei und melden Sie sich jetzt hier an: https://hansa-online.de/hansaforum/

Auf dem Podium werden miteinander ins Gespräch gehen:

  • Wibke Mellwig – Abteilungsleiterin “Wasserstraßen Schifffahrt” im Bundesverkehrsministerium
  • Michael Silies – Managing Director bei Wilhelmsen Ahrenkiel Ship Management, das Joint Venture von Wilhelmsen Ship Management und der MPC Oceanic Group
  • Clemens Hillmer – Rechtsanwalt und Partner bei der neuen Hamburger Kanzlei Noorden Jones
  • Albrecht Gundermann – Managing Owner von Euromar, der Agentur für das portugiesische Schiffsregister von Madeira
  • Merle Stilkenbäumer – General Manager bei Leonhardt & Blumberg Versicherungsmakler

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