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Durch eine nachlassende Nachfrage in wichtigen Verkehren muss die Containerschifffahrt weiter mit Druck auf die Raten und negativen Margen rechnen, sagt BIMCO voraus.

Das Transportvolumen sei im ersten Quartal 2019 nur um 0,5% oder 191.000 TEU gewachsen, heißt es im jüngsten BIMCO-Marktbericht. Dieser Wert liege deutlich unter dem der Vorjahre. Anfang 2017 waren es noch 6,6% und 2018 immerhin noch 3,6%. Zwischen 1999 und 2007 sei jährlich sogar eine zweistellige Zunahme verzeichnet worden, durchschnittlich wuchs die Gütermenge um 10,2% per annum. Von 2012 bis 2018 waren es dann durchschnittlich 4,3%.

Zum Teil habe die Industrie bereits darauf reagiert. Die Weltflotte werde in diesem Jahr nur um 3,1% wachsen, das sei der zweitniedrigste Wert seit Einführung der Statistik. Flottenwachstum seit Bestehen. In den ersten vier Monaten wurde die Kapazität um 1,1% aufgestockt.

Von den 53 Schiffen, die bisher bestellt wurden, haben 14 eine Kapazität von 11.000 TEU bis 15.000 TEU und 39 von 653 TEU bis 2.500 TEU. Bezogen auf die einzelnen Fahrtgebiete ergebe sich allerdings ein sehr differenziertes Bild. So seien für die bereits überbaute Hauptstrecke zwischen Fernost und Europa weitere zehn Schiffe ‘a 15.000 TEU bestellt und von chinesischen Leasing-Gebern finanziert worden. Damit werde die Prognose für das Flottenwachstum in diesem Marktsektor um 40% übertroffen.

Im Gegen nehmen aber auch die Verschrottungsaktivitäten zu. Jetzt gehen die Experten davon aus, dass Schiffe mit insgesamt 200.000 TEU abgewrackt werden, das wäre nahezu eine Verdopplung der ursprünglich angenommenen Kapazität.