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Nach dem angekündigten Zusammenschluss zwischen den Schiffbau-Giganten CSSC und CSIC stehen offenbar drei Werften vor einer Fusion.

Die Mega-Fusion zwischen CSSC und CSIC zum weltweit größten Werftenkonzern ist gerade erst verkündet worden, da steht für Chinas Schiffbau offenbar eine weitere Runde in der Konsolidierung an. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Caixin berichtet, will China Merchants Group (CMG) die Schiffbauaktivitäten von China International Marine Containers (CIMC) und Avic International übernehmen. Konkrete Gespräche über eine Zusammenlegung hätten bereits begonnen, heißt es.

CMG ist derzeit der viertgrößte staatliche Schiffbauer in China hinter CSSC, CSIC sowie Cosco Shipping Heavy Industry mit insgesamt neun Werften unter anderem in Shenzhen und Jiangsu. Allein im vergangenen Jahr hatte die Gruppe einen Verlust von rund -500 Mio. $ verbuchen müssen.

Zu der in Shenzhen börsennotierten CIMC gehört CIMC Raffles, eine der größten Werften des Landes, spezialisiert auf Offshore-Anlagen und -Schiffe. Zur AVIC International gehören die Werften Avic Dingheng Shipbuilding, Avic Weihai Shipyard. Über Beteiligungen sind alle drei Unternehmensgruppen in Teilen bereits miteinander verwoben.

China treibt angesichts der weltweiten Flaute im weltweiten Schiffbau offenbar vehement den Abbau der Werftkapazitäten voran. Laut Maklerberichten sank die Zahl der Neubauprojekte von Januar bis Mai im Vergleich zum Vorjahr global um mehr als die Hälfte auf 22,5 Mio. tdw – den niedrigsten Stand seit 15 Jahren.

In Korea ist eine ähnliche Entwicklung im Gange, nachdem Hyundai Heavy Industries (HHI), bislang Weltmarktführer im weltweiten Schiffbau, die Nr. 3 des Landes DSME (Daewoo) übernimmt. Die globale Spitzenposition dürfte HHI dennoch demnächst an die chinesische Kombination CSSC/CSIC verlieren.