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Die dänische Tankerreederei Torm hat das stärkste Halbjahr seit drei Jahren abgeschlossen und ist aus der Verlustzone geklettert. Von der neuen Regulierung erhofft man sich weitere positive Effekte.

Der Gewinn für die ersten sechs Monate wird in einer Mitteilung mit 28,7 Mio. $ angegeben. Es sei das beste Ergebnis seit drei Jahren, heißt es weiter. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2018 musste noch ein Verlust von 7,5 Mio. $ verkraftet werden. Das Ebitda legte von 66,7 auf 102,1 Mio. $.

Auch das zweite Quartal verlief den Angaben sehr positiv. Demnach stieg das Ebitda von 29,4 auf 40,6 Mio. $ und das Vorsteuerergebnis kletterte nach dem Minus von 8,6 Mio. $ im Vorjahr aus der Verlustzone – auf nunmehr +5,2 Mio. $.

Torm
Photo: Torm

»Die Ergebnisse spiegeln die starke operative Performance des Unternehmens im Vergleich zu seinen Mitbewerbern wider und zeigen, dass wir uns auf die Aufrechterhaltung effizienter Abläufe und einer niedrigen Kostenbasis konzentrieren. Wir freuen uns, auch im zweiten Quartal des Jahres einen Gewinn erzielen zu können, der durch eine ungewöhnlich hohe und verlängerte Wartungsperiode der Raffinerien negativ beeinflusst wurde«, sagte Executive Director Jacob Meldgaard. Der Manager glaubt zudem, dass sich die Situation weiter verbessern wird: »Die IMO 2020-Verordnung wird die Nachfrage nach Produktentankern erhöhen und wir sind gut positioniert, um von dieser neuen Marktdynamik zu profitieren.«

Torm zählt sich selbst zu den größten Akteuren im Seetransport von Ölprodukten. Die 1889 gegründete Reederei betreibt eine Flotte von rund 80 Schiffen und ist an den Börsen in Kopenhagen und New York gelistet. Im Frühjahr waren vier MR-Tanker auf dem Secondhand-Markt für 83 Mio. $ im Rahmen eines Sale-and-Lease-Back-Deals mit chinesischen und japanischen Partnern übernommen worden.  Zudem wurden zwei Neubauten in die Flotte integriert sowie die 1999 gebaute »Torm Gunhild« verkauft.

Angesichts des Ausblicks haben die Verantwortlichen einen weiteren Flottenausbau im Blick. So habe man verschiedene Optionen geprüft, heißt es in der Mitteilung, ist aber der Ansicht, »dass zu diesem Zeitpunkt die weitere Modernisierung der Flotte durch Neubauten, den Kauf moderner gebrauchter Tonnage- und Scrubber« die optimale Kombination ist.

Im zweiten Quartal 2019 erreichte Torm TCE-Kurse (Timecharter-Äquivalent) von 15.405 $ /Tag. Im Vorjahr waren es noch 12.944$. »Die Frachtraten für Produktentanker begannen im ersten Quartal 2019 auf einem starken Niveau, das zuletzt 2016 erreicht wurde, bevor sie sich im Laufe des Quartals abschwächten« teilte Torm mit Verweis auf die Raffinerie-Problematik hin.