MSC, Containerschiff, Ambra
Erstanlauf Container Termminal Bremerhaven MSC Ambra 4.3.20 Luftfoto Scheer
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Die Nr. 1 hat noch immer nicht genug. MSC verfügt über die größte Flotte und das größte Auftragsbuch. Und dennoch sollen weitere Neubauten bestellt werden.

Die aus Genf operierende Reederei hatte Anfang 2021 Maersk als die Nr. 1 in der globalen Containerschifffahrt abgelöst. Seither hat der von Gianluigi Aponte geführte Branchenprimus keine Zweifel daran gelassen, dass diese Position auch gehalten werden soll. Zusätzlich zum Neubauprogramm von bislang 1,6 Mio. TEU (123 Bestellungen) wurden seit Sommer 2020 rund 300 weitere Schiffe am Secondhand-Markt aufgekauft, auch von deutschen Reedern. [ds_preview]

Jetzt berichten Makler, dass MSC weitere Neubauten ins Auge gefasst hat und aktuell auf der Suche nach einer Werft in Asien ist, um den Auftrag zu platzieren. Demnach geht es um eine neue Serie von 8.000-TEU-Schiffen mit Dual-Fuel-Antrieb. Dem Vernehmen wurden sowohl Angebote für den Betrieb mit LNG als auch mit Methanol angefragt.

MSC fährt künftig auf eigene Rechnung

Das Aponte-Unternehmen hatte erst jüngst mit der Flottenkapazität die Marke von 5 Mio. TEU übertroffen. Beim Wachwechsel im Januar des Vorjahres waren es noch knapp 4,3 Mio. TEU. Der Vorsprung vor Maersk, dem ehemaligen Branchenprimus und heute die Nr. 2, liegt inzwischen bei knapp 1 Mio. TEU. Allein das Neubauprogramm entspricht nahezu der schwimmenden Flotte von ONE, immerhin die globale Nr. 7 in der Linienschifffahrt.

Angesichts der Marktstellung wird MSC Ende des kommenden Jahres das Bündnis »2M« mit Maersk auslaufen lassen und künftig auf eigene Rechnung fahren. Laut Alphaliner hat die in Genf ansässige Reederei einen Marktanteil von 18,7% erreicht. Zum Vergleich: Der von Hapag-Lloyd (Nr. 5, 1,8 Mio. TEU) liegt bei 6,7%.