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Hapag-Lloyd und ONE bauen ihre Kooperation im Feederverkehr aus. Es gibt mehr Abfahrten ab Antwerpen und Rotterdam Richtung Russland und Finnland.

Rund ein halbes Jahr nach Unterzeichnung ihres strategischen Feeder-Abkommens unternehmen Hapag-Lloyd und der Allianzpartner Ocean Network Express (ONE) einen wichtigen Schritt zur Bündelung ihrer Verkehre. So legen die Partner jetzt ihr Transhipment von Deepsea-Containern von Rotterdam und Antwerpen nach Finnland und Russland weitgehend zusammen.

Die Kapazität auf dem von Hapag-Lloyd betriebenen »North Sea Baltic Express«, der die beiden Westhäfen mit St. Petersburg, Helsinki und Kotka verbindet, wird dazu ab Mitte der kommenden Woche verdoppelt. Statt zwei werden dann vier 2.500-TEU-Schiffe auf der Route eingesetzt. Zusätzlich zu den Hapag-eigenen Frachtern »Milan Express« und »Lisbon Express« kommen zwei Charterschiffe in Einsatz: die »Nordatlantic« (2.478 TEU, geared, Bj. 2003) der Reederei Nord und die »Austral« (2.797 TEU, gearless, Bj. 2008) von Columbia Shipmanagement. Da die beiden letzteren nicht mit Eisklasse ausgestattet sind, wie es für diesen Trade ganzjährig erforderlich ist, dürften sie wohl nur eine Übergangslösung darstellen.

Der NBS-Dienst wird gleichzeitig in zwei Schleifen (»Butterfly«-Konzept) unterteilt, mit der Hafenabfolge Antwerpen, Rotterdam, St. Petersburg, Helsinki, Antwerpen, Rotterdam, Helsinki, Kotka, Antwerpen. Zweimal pro Woche wird eine Abfahrt aus den Westhäfen heraus angeboten. Hapag-Lloyd als Schiffsbetreiber und ONE als Slotcharterer erhalten Kapazitäten im gleichen Umfang, allerdings mit unterschiedlichen Anteilen auf den zwei Loops.

Ein Sprecher von Hapag-Lloyd nannte »zusätzliche Allokationen« für ONE als einen wichtigen Beweggrund für die Erweiterung des Dienstes. Ob der japanische Carrier zwecks Bündelung der Feeder-Transporte mehr Transhipment-Ladung nach Antwerpen und Rotterdam bringt, die vorher anderswo abgefertigt wurde, ist unklar. ONE unterhält keinen eigenen Feeder-Dienst von den Westhäfen nach Finnland und Russland, wohl aber von Hamburg aus (»Russia Express«). Denkbar ist auch, dass die Japaner Ladung auf den neuen NBS-Dienst verlagern, die sie vorher von unabhängigen Feeder-Carriern wie Unifeeder oder X-Press auf dieser Route befördern ließen. (mph)