Lloyd’s Register prüft Konzept für Hybrid-LNG-Tanker

Konkret soll der LNG-Tanker einen hybrid-elektrischen Antrieb mit der von GTT entwickelten „NEXT1“-Ladungsrückhaltetechnologie kombinieren. GTT ist ein in Frankreich ansässiges Unternehmen, das sich auf den Transport und die Lagerung von Flüssiggas spezialisiert hat. Neben der Klassifikationsgesellschaft Lloyd’s Register ist auch das Energieunternehmen Shell an dem Vorhaben beteiligt.
Durch die Zusammenführung des Schiffskonzepts wollen die Partner erforschen, wie künftige LNG-Tanker-Designs mehr Ladung transportieren, effizienter arbeiten und mehr Flexibilität bieten können, während sich die Anforderungen der Branche weiterentwickeln.
Im Rahmen des Joint Development Projects arbeiten die Partner an der Entwicklung und dem Sicherheitsnachweis des hybrid-elektrischen Antriebssystems des Schiffes. Der Schwerpunkt liegt dabei laut einer gemeinsamen Mitteilung auf der Systemarchitektur, der Redundanzstrategie und der Batterieintegration; zudem erfolgt eine wirtschaftliche Bewertung auf Basis eines TCO-Modells (Total Cost of Ownership / Gesamtbetriebskosten). Parallel dazu wird die Integration der GTT-Ladungsrückhaltetechnologie als Teil des Gesamtschiffskonzepts geprüft.
Das Projekt zielt zudem darauf ab, technische Anforderungen und Richtlinien für hybrid-elektrische Antriebe bei LNG-Tankern festzulegen und so das technische Verständnis dieser Technologie zu vertiefen.
„Die Branche steht unter wachsendem Druck, mehr Energie bei geringeren Emissionen und höherer operativer Flexibilität zu transportieren“, sagte Constantinos Chaelis, Global Gas Segment Director bei Lloyd’s Register. „Es werden Schiffskonzepte mit größerer Kapazität auf ihr Potenzial hin geprüft; dieses Projekt wird untersuchen, wie hybrid-elektrische Antriebe und Ladungsrückhaltetechnologien deren technische und betriebliche Leistungsfähigkeit aus Sicht der Gesamtbetriebskosten unterstützen können. Indem wir Fachwissen aus der gesamten LNG-Wertschöpfungskette bündeln, tragen wir zur Schaffung technischer Grundlagen bei, die eine weitere Bewertung künftiger LNG-Tanker-Konzepte unterstützen können.“

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