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Während es im europäischen RoPax- und Fährverkehr schwierige Zeiten für die Reederei DFDS sind, läuft in China das Neubauprogramm. Der erste Neubau seit Jahrzehnten ist vom Stapel gelaufen.

Die Corona-Krise hat die dänische Reederei wie ihre Konkurrenz hart getroffen, ein Dutzend Schiffe musste zwischenzeitlich aufgelegt werden. Auch wenn mittlerweile die Stimmung wieder etwas besser ist, bleiben große Unsicherheiten angesichts der Pandemie.

Am Neubauprogramm hält DFDS ungeachtet der aktuellen Situation fest. 2017 und 2018 waren einige Fähren in China geordert worden. 13 Monate nach dem ersten Stahlschnitt und acht Monate nach der Kiellegung lief jetzt der erste Neubau einer Teilserie bei der Werft Guangzhou Shipbuilding International (GSI) in China vom Stapel, wie die Reederei bestätigte.

»Meilenstein«

DFDS spricht von einem »Meilensten« für die Flotte, die erste von DFDS bestellte Passagierfähre seit 40 Jahren. Das Schiff hat 4.500 Lademeter und soll wie seine Schwester auf den Ostseerouten eingesetzt werden. »Der Rumpf ist geschweißt, die Unterwasserlackierung ist abgeschlossen, Motoren, Propeller, Ruder, Flossenstabilisatoren und Scrubber wurden installiert«, so DFDS.

In der nächsten Phase finden die umfangreichen Ausstattungsarbeiten statt, darunter die Installation von 312 Kabinen – davon 62 Crew-Kabinen – sowie die Ausstattung der öffentlichen Bereiche. Darüber hinaus sollen alle Systeme getestet und in Betrieb genommen werden. Nachdem das erste Schiff das Dock verlassen hat, ist dort nun Platz für den Bau der zweiten Fähre.

Projektleiter Christian Simon Nielsen sagte: »Nach vielen Stunden harter Arbeit ist es  unglaublich befriedigend, das Schiff endlich schwimmen zu sehen.« Angesichts der Corona-Pandemie fiel der Stapellauf allerdings anders aus als geplant: »Wir hatten uns sehr darauf gefreut, diesen wichtigen Meilenstein in China zusammen mit unseren Kollegen aus dem Baustellenteam und mit Vertretern der Werft zu feiern. Stattdessen müssen wir die Bilder aus der Ferne genießen«, so Nielsen.

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